Der CDU Landratskandidat Thies Puttnins-von Trotha informiert sich zur Auskiessung Trebur

Auf Einladung der Bürgerinitiative gegen den Kiesabbau (BIK) und der CDU Trebur informierte sich Thies Puttnins-von Trotha zum aktuellen Sachstand.
Landwirt Roland Kraft hatte einen Traktor mit Anhänger zur Verfügung gestellt mit dem die 20 Teilenhmer die geplante Auskiesfläche, nahe dem Ortsteil Hessenaue, umrundeten. im Rahmen der Diskussion wurde schnell klar, dass sich die mittelbar und unmittelbar betroffenen Bürgen Sorgen um die Stabilität des Damms am Rhein machen. Die Vertreter der BIK erklärten deutlich und nachvollziebar die Nachteile und Gefahren des Kiesabbaus. Baggerseen am Deich zum Rhein können sich negativ auf die Stabilität auswirken.
Viele Bürger berfürchten auch, dass die Flächen nahe Hessenaue bis nach Trebur gezielt als geflutetes Überschwemmungsgebiet geopfert werden könnten.

Bereits 1998 gab es einen Beschluss der Gemeinde Trebur gegen den Kiesabbau, Auch im Hessischen Wirtschaftsministerium wurde vorgesprochen, jedoch ohne Erfolg. Die Antwort von dort seinerzeit lautete "Bergrecht geht vor Landrecht", ein Vertreter der BIK formulierte dies um in "Wirtschaftliche Interessen gehen vor Umweltschutz".


Foto: F. Möllenberg

Vernässungssituation im Datterbruch und am Scheid- und Landgraben

Unter der Führung und Moderation von Groß-Geraus`s erstem Stadtrat Jürgen Schulz besichtigte der CDU Kandidat für die Landratswahl am 05. Dezember 2021, Thies Puttnins-von Trotha, die durch die Vernässung betroffenen Flächen.
Jürgen Schulz, selbst Landwirt und Betroffener, machte deutlich, dass der hohe Wasserstand in den Gräben den Landwirten große Sorgen bereitet.
Im Naturschutzgebiet Datterbruch und in den umliegenden Äckern und Wiesen genügen schon geringe Regenmengen die bewirken, dass der Scheidgraben über die Ufer drückt und umliegende Areale flutet. Die Folgen sind vor allem Ernteausfälle oder auch die Gefahr, dass die Landwirte zukünftig ihre Produkte nicht mehr anbauen können, so die Aussage von Uwe Schulz, Vorsteher des Beregnungs- und Bodenverbandes Dornheim (BBV). Er prognostizierte, dass künftig nicht nur Landwirte betroffen sein werden sondern auch private Grundstückseigentümer, wenn seitens der Behörden und der Politik keine Maßnahmen ergriffen werden.
Thies Puttnins-von Trotha erklärte, dass es aus seiner Sicht notwendig ist eine Balance zwischen Naturschutzbelangen und landwirtschaftlichen Interessen zu finden. Zudem scheint es eine mangelhafte Kommunmikation der Behörden untereinander zu geben.
Jürgen Schulz ergänzte, dass die Zuständigkeit insbesondere bei der Unteren- und Oberen Wasserbehörde beim Kreis Groß-Gerau und beim RP, sowie bei dem Wasserverband Schwarzbach-Ried liegt. Nach seiner Meinung fehlt ein koordiniertes Vorgehen.