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CDU pro REWE-Ansiedlung
Am 23.04.2010 fand eine offene Fraktionssitzung und Mitgliederversammlung zum Thema Rewe-Ansiedlung auf dem Südzuckergelände statt. Bürgermeister Stefan Sauer stellte das Vorhaben, sowie das zum Beschluss vorliegende Eckpunktepapier, vor. Danach wurde rege diskutiert. Die anwesenden Fraktions- und Parteimitglieder haben sich für die Annahme des Eckpunktepapieres und somit für die Ansiedlung Rewe ausgesprochen. Hierzu wurde folgende Presseerklärung an das Groß-Gerauer Echo verschickt:

In einer gemeinsamen Fraktionssitzung und Mitgliederversammlung am Freitag hat die CDU die neue Faktenlage – Ansiedlung Rewe Zentrallager auf dem Südzuckergelände - ausgiebig beraten und bewertet. Die von Bürgermeister Sauer und Fraktionsvorsitzendem Hartmann vorgestellten Planungen der REWE-Gruppe fanden die ungeteilte Unterstützung der CDU.
Die am 21.4.2010 verteilten Unterlagen über die Perspektive mit aktivem Schallschutz war die Grundlage der Diskussion. Durch den Verzicht auf Kühlaggregate sowohl bei den LKWs als auch auf dem Dach des Lagers reduziert sich der befürchtete Lärm erheblich. Begrüßt wurden die Verlängerung und die Erhöhung des Lärmschutzwalles, der jetzt alle bebauten Ortslagen schützen wird. Die CDU sieht sich in ihrer Ansicht gestärkt, dass es wieder gelingen muss, Arbeitsplätze vor Ort anzusiedeln. 720 Arbeitsplätze für Groß-Gerau kann als großer Erfolg von Bürgermeister Stefan Sauer angesehen werden. Diskutiert wurde auch die Verkehrsbelastung. Nach den vorliegenden Planungen ist es möglich, den Verkehr so zu leiten, dass es nicht zu unzumutbaren Verkehrsverhältnissen kommen wird. Dass der Verkehr insbesondere auf dem Nordring steigen wird, ist klar, würde sich aber auch bei jeglicher geforderten Alternativplanung massiv erhöhen. Deutlich wurde auch, dass sich bei einer alternativen Bebauung, wie es der jetzige Flächennutzungsplan vorsieht, die Verkehrslast noch mehr erhöhen würde und die Kosten, die für den Schallschutz und die Ertüchtigung der Straßen aufgewendet werden müssen, allein von der Stadt zu bezahlen wären. Das ist bei der Bebauung mit REWE nicht zu erwarten. Der geschätzte Gesamtaufwand für die Verbesserung der Infrastruktur beläuft sich auf 2,4 bis 3 Mio. €, den die Stadtkasse damit einspart und der damit in andere wichtige Projekte fließen kann. Die CDU wird darauf dringen, dass die als Möglichkeit vorgestellte 60.000m² Photovoltaikanlage auf dem Objekt realisiert wird. Zu überlegen wäre es, ob sich nicht die Stadt Groß-Gerau auf einem Teil von ca. 10.000m² mit einer Bürgerphotovoltaikanlage beteiligt. Dies könnte ein weiterer Schritt Groß-Geraus zu noch mehr ökologischer Verantwortung sein.
Die Vorteile, die durch die Ansiedlung des REWE Logistiklagers entstehen, überlagern alle möglichen Nachteile. Die von der BI vorgetragenen Hauptargumente, dass durch diese Ansiedlung ihre Immobilien an Wert verlieren könnten, ist von der CDU nicht nachzuvollziehen, da sich diese Immobilien schon jetzt in einem Gewerbemischgebiet befinden. Durch die geschickten Verhandlungen von Bürgermeister Stefan Sauer sind alle im Vorfeld aufkommenden Fragen und Vorbehalte in die Planung mit eingearbeitet worden. Das vorliegende Eckwertepapier wird von der CDU unterstützt.
Mit der Ansiedlung entstehen in Groß-Gerau 720 neue Arbeitsplätze, die Gewerbesteuereinnahmen steigen um 500.000€ sowie die verkehrstechnische Optimierung des Nordring belastet nicht die Stadtkasse. Dass der optisch sehr gelungene Römerkreisel wieder zurückgebaut werden muss, ist eine Tatsache, zu der es keine Alternative gibt! Dies ist verkehrstechnisch unumgänglich.

Petra Bog, Schriftführerin CDU Groß-Gerau, Fraktionsgeschäftsführerin

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