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Neujahrsempfang in Groß-Gerau
(29.01.2010) Da erst ein Zwölftel des Jahres vergangen sei, dürfe man ruhig noch die besten Wünsche für das neue Jahr übermitteln, stellte er
treffend fest. Der gebürtige Groß-Gerauer nutzte die Gelegenheit des Neujahrsempfangs, sich vorzustellen, und informierte die Zuhörer, dass schon
sein Ur-Urgroßvater, Philipp Auer, Polizist in Groß-Gerau gewesen sei und im historischen Rathaus seine Dienstwohnung gehabt hätte. Als junger
Vorsitzender sei eines seiner Hauptanliegen, junge Menschen an die CDU heran zu führen und für die Parteiarbeit zu begeistern.
Nachdem er, wie bei Neujahrsempfängen üblich, sich einen Rückblick auf das vergangene Jahr gestattet hatte, und u. a. hervorgehoben hatte, dass
es der CDU mit ihrem aktiven Bürgermeister, Stefan Sauer, endlich gelungen sei, was anderen Bürgermeistern seit Jahrzehnten nicht gelungen ist;
nämlich den Spatenstich für den Dornberger Bahnhof in die Wege zu leiten. Vorausschauend blickte er Themen wie der anstehenden Landratswahl,
zu der er unserer Kandidatin die vollste Unterstützung zusagte, dem Defizit im Haushalt und der Diskussion um das Südzuckergelände entgegen.
Nachdem sich die Zuhörer gestärkt hatten, stellte sich die Landratskandidatin, Ursula Kraft, dem Publikum vor. Sie stellte klar, dass
man, auch wenn man bisher noch keine Diensterfahrung in der Verwaltung habe, durchaus in der Lage sei, eine Verwaltung zu führen. Das beste
Vorbild für eine erfolgreiche Verwaltung ist schließlich unser Bürgermeister Stefan Sauer, der ebenfalls ein Quereinsteiger ist und vorher nicht
in der Verwaltung gearbeitet hat. Sie machte klar, dass eines ihrer größten Ziele, was bei der desolaten Haushaltslage des Kreises unumgänglich ist,
die Schuldenreduktion sei. Dies sei ein wesentlicher Unterschied zu ihrem Kontrahenten, denn dieser möchte die Tradition seines Vorgängers
fortführen, was man angesichts des enormen Schuldenberges als unverantwortlich ansehen kann. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Sorglosigkeit
im Hinblick auf die Finanzen Herr Will mit einer kostenlosen Schulmahlzeit pro Tag wirbt, was weitere Schulden in Höhe von 12 Mio. Euro p. a.
verursachen würde.
Zum Schluss ergriff Bürgermeister Stefan Sauer das Wort. Auch er hielt eine Rückschau auf das vergangene Jahr, wie auf den Riesenerfolg der
Stadt für einen Großteil des FAGRO Geländes einen Investor gefunden zu haben, der ursprünglich auf dem Helvetia Parc investieren wollte. Neben
ca. 80 Arbeitsplätzen darf sich der Stadtsäckel auch über Gewerbesteuereinnahmen freuen.
Daher verstehe Stefan Sauer nicht die sich breit machende Aufregung angesichts der von der REWE AG versprochenen 600 Arbeitsplätze und der
Gewerbesteuereinnahmen. Hätte er hingegen REWE klammheimlich abgesagt mit der Begründung, es gäbe bestimmt Bürger, die etwas dagegen hätten,
und hätte sodann jemand Wind davon bekommen, wäre die Aufregung seiner Meinung nach mindestens so groß, wenn nicht noch größer gewesen.
Abschließend kam Stefan Sauer - in Anbetracht der bevorstehenden Landratswahl - zu dem Fazit, dass die "SPD den Wahlkampf gewinnen Will
und die CDU die Kraft dazu hat".
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