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Pressemitteilung des CDU-Stadtverband Vorsitzenden Christian Wieser
(10.05.2009) Es ist schon ziemlich anmaßend von Herrn Reichenbach, die Entscheidung von CDU und Kombi, sich gegen das Verlegen
von Stolpersteinen auszusprechen, als unwürdiges Schauspiel zu bezeichnen.
Die Diskussion im Stadtparlament war sehr sachlich und von gegenseitigem Respekt zu den unterschiedlichen Positionen gekennzeichnet.
Herr Reichenbach war bei keiner öffentlichen Sitzung der Fachausschüsse oder des Stadtparlaments anwesend. Deswegen ist es jetzt
verwunderlich, dass er das Thema Stolpersteine zur Parteipolitik degradiert. Der Bundestagswahlkampf lässt grüßen.
Wäre er anwesend gewesen, hätte er die Gründe für die Entscheidung von CDU und Kombi zumindest im Originalton gehört, wenn auch
vielleicht nicht verstanden.
Wir respektieren seine positive Meinung zu den Stolpersteinen und erwarten, dass auch er andere Meinungen akzeptiert.
Es ist für einen Bundestagsabgeordneten unwürdig, Andersdenkenden zum Thema Stolpersteine abzuqualifizieren, indem er ein nicht
nachvollziehbares Geschichtsverständnis unterstellt, ja es lässt durchaus Zweifel an seinem Demokratieverständnis aufkommen.
Wir fragen uns, ob Herr Reichenbach es auch als unwürdiges Schauspiel abtut, wenn die Präsidentin des Zentralrats der Juden in
Deutschland Frau Knobloch und andere jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger die Verlegung der Stolpersteine ablehnen. Wir meinen
es ist zu respektieren, dass es Menschen gibt, die sich in ihren Gefühlen verletzt fühlen, wenn auf die Stolpersteine getreten wird.
Genau das ist aber der Hauptgrund für die CDU, nach einer anderen Lösung zum Gedenken im Alltag zu suchen. Einen entsprechenden
Antrag wird die CDU wie angekündigt im Juni im Parlament einbringen.
[Pressmeldung zum Download als PDF-Datei]
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